Preisverleihung i-work 2020

Wirtschaftsförderung und Universität Jena vergeben zum vierten Mal den i-work-Unternehmenspreis

TAF und Salesforce: Interkulturell ausgezeichnet
Preisverleihung i-work 2020
Foto: JenaWirtschaft

Meldung vom: 04. Dezember 2020, 14:54 Uhr

Symbolbild i-work Business Award Symbolbild i-work Business Award Foto: JenaWirtschaft

Weltoffen, international und eine wirkliche Integration gestaltend: Für diese unternehmerische Leistung erhielten heute die TAF mobile GmbH in der Kategorie „KMU – kleine und mittelständische Unternehmen“ und Salesforce.com Germany GmbH in der Kategorie „Großunternehmen“ den i-work Business Award. Die Auszeichnung für beispielhafte interkulturelle Öffnung in Unternehmen aus Jena und der Region übergaben der Jenaer Oberbürgermeister Dr. Thomas Nitzsche und Dr. Claudia Hillinger, Leiterin des Internationalen Büros der Friedrich-Schiller-Universität Jena, während einer Live-Übertragung aus dem Multimediazentrum der Universität. Der Wettbewerb wurde bereits zum vierten Mal von der Wirtschaftsförderung Jena (JenaWirtschaft) und der Friedrich-Schiller-Universität Jena veranstaltet.

Die Schirmherrin des Wettbewerbs Thüringer Arbeitsministerin Heike Werner (DIE LINKE) betonte während Ihres Grußwortes: „Der Preis steht unter dem Motto ‚Wirtschaftlicher Erfolg durch kulturelle Vielfalt‘. Beide Unternehmen haben vor diesem Hintergrund beispielgebende Konzepte und Maßnahmen auf den Weg gebracht, wie der Arbeitsalltag von Menschen mit und ohne Migrationshintergrund gemeinschaftlich und nachhaltig gestaltet werden kann.“ Beide Firmen – und alle insgesamt 11 Wettbewerbsteilnehmenden – hätten in ihren Bewerbungen überzeugend dargestellt, welcher große Mehrwert durch kulturelle Vielfalt gewonnen wird, so die Ministerin.

Besonders überzeugt hat die Jury – bestehend aus internationalen Mitarbeitenden sowie Vertretungen der Wirtschaft, des Landes, der Universität und von JenaWirtschaft – dabei der Ansatz von beiden Unternehmen, strategisch und langfristig orientiert einerseits das gesamte Team in den Prozess des Ankommens miteinzubinden und andererseits auch vor Ort die Gegebenheiten mitzugestalten.

Insgesamt neun Unternehmen und in diesem Jahr erstmalig zwei Forschungseinrichtungen hatten sich um die Preise beworben und die Entscheidung sei schwergefallen, so Jurymitglied Dr. Claudia Hillinger. „Alle Unternehmen und Einrichtungen – nicht nur aus dem IT-Bereich, sondern in allen Branchen – setzen ein breites Portfolio an interkulturellen und integrativen Maßnahmen für und mit ihren Beschäftigten um.“ Daher hätte sich die Jury in diesem Jahr noch für eine dritte Sitzung zusammengefunden, um eine finale Entscheidung für die zwei Preise zu treffen. „Gerade bei den Bewerbern, die sich bereits mehrmals beworben haben, sehen wir die umfassenden Anstrengungen sich weiterzuentwickeln“, erläutert Hillinger. „Das hat die ganze Jury sehr beeindruckt.“

Das Softwareunternehmen TAF freut sich über den Preis in der KategorieKleine und mittelständische Unternehmen“. „Unter dem Motto ,Internationale Vielfalt als Wachstumsmotor‘ haben wir uns 2018 auf den Weg gemacht und konnten unser Team durch die gezielte Rekrutierung und Einstellung von internationalen Mitarbeitenden von 13 auf 24 vergrößern“, so Sandra Melle, Prokuristin, Finance & Administration bei TAF.

„Wir verstehen uns als TAF-Familie und wollen, dass sich unsere neuen Teammitglieder von Anfang an wohl fühlen“, beschreibt Sarah Nuschke, Office Managerin bei TAF, das Selbstverständnis und die Motivation, warum sie sich um alle Belange vor Ort kümmert. „Wir unterstützen bei den Vorbereitungen im Herkunftsland ebenso wie nach der Ankunft hier in Jena. Dabei haben wir uns seit dem letzten Jahr vor allem im Bereich Mitarbeiterbindung weiterentwickelt, indem wir u.a. strukturierte Vorab-Interviews und Ausstiegsgespräche führen und die mitziehenden Partnerinnen und Partner noch gezielter einbinden. Das wollten wir auch der i-work-Jury zeigen und haben uns deshalb erneut beworben.“

Für Salesforce als zweitmaligen Preisträger in der Kategorie „Großunternehmen“ – das Unternehmen hatte bereits 2017 gewonnen – ist internationales Wirken und eine internationale Herkunft der Teammitglieder Alltag. Die Vorteile liegen für Standortleiter Björn Leonhardt klar auf der Hand: „Chancengleichheit und die Abbildung der Vielfalt der Gesellschaft stellen für uns die Voraussetzungen dar, um innovative Produkte zu entwickeln und unsere internationalen Kundinnen und Kunden bestmöglich zu beraten. Dabei werden im Konzern die Prozesse immer wieder auf den Prüfstand gestellt, um einen gleichberechtigten Zugang für alle Beschäftigten zu ermöglichen“, so Leonhardt. „Dazu gehören Schulungen, um Vorurteile in der Rekrutierung zu minimieren, ebenso wie transparente Beförderungsstrukturen und Lohngleichheit unabhängig von Herkunft oder Geschlecht. Auch das gesellschaftliche Engagement spielt für uns eine ganz zentrale Rolle, denn Integration passiert vor Ort.“

Das Thema „Internationalität“ steht auch bei der Wirtschaftsförderung langfristig auf der Agenda. Wilfried Röpke, Geschäftsführer bei JenaWirtschaft nennt diverse Ziele, die mit der Vergabe des interkulturellen Unternehmenspreises einhergehen: „Die angepassten Ergebnisse unserer Fachkräftestudie Jena 2030 bestätigen weiterhin, dass der Fachkräftebedarf der lokalen Wirtschaft nur über Zuwanderung, also Menschen mit Migrationshintergrund, zu decken sein wird. Das wird sich auch durch Corona nicht ändern. Dafür müssen wir gemeinsam Jena als attraktiven und weltoffenen Standort gestalten und kommunizieren. Dazu gehört auch eine tatsächliche Willkommenskultur in den Unternehmen und Einrichtungen, unabhängig von der Nationalität der Mitarbeitenden,“ so Röpke. „Wir wollen mit dem i-work-Unternehmenspreis sichtbar machen, wie international die Region Jena und die Unternehmen bereits sind, um zu zeigen, welche beispielhaften Maßnahmen es schon gibt und wie alle von einer größeren Vielfalt in den Unternehmen und der Gesellschaft profitieren können.“

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